free entry ist eine KünstlerInnen Gruppe, die es sich zum Ziel gemacht hat jeder Person einen freien und offenen Zugang zu Kunst zu ermöglichen. Wir bespielen Orte, die für gewöhnlich nicht als Ausstellungsfläche dienen, bauen Schwellen ab und machen Grenzen durchlässig. Ganz im Sinne von „free entry“ (engl. für freier Eingang/ Eintritt) möchten wir eine Offenheit schaffen in der jeder Zutritt erhält und willkommen ist.

Gerade an Orten, die abseits der Kunstszene liegen sehen wir Potenzial Menschen verschiedenster Hintergründe zusammenbringen zu können. Dadurch wollen wir einen neuen, offeneren Dialog über Kunst eröffnen an denen jeder unabhängig von Szenenzugehörigkeiten oder gesellschaftlicher Gruppe teilhaben kann. In den Ausstellungen reflektierten die individuellen Arbeiten der einzelnen Künstlerinnen dabei oft auch kritisch über soziale und physische Grenzen, die der gewählte Kontext mit sich bringt. 

 

2020 hat das Kollektiv erfolgreich zwei Ausstellungen konzipiert und umgesetzt.

In der namensgebenden Ausstellung „free entry“ bespielten wir den Nachtclub „Unten“ in der Kasseler Nordstadt. Durch bewusstes Verschleiern der Tatsache, dass es sich bei der Veranstaltung um eine Kunstaustellung handelt konnten wir viele Besucher*innen begrüßen, die sich angelockt von einer Technoparty zwischen Kunstwerken wieder fanden. 

Zu selben Zeit lösten wir jedoch auch die die Grenzen einer klassischen Kunstaustellung im Clubbetrieb auf, indem wir auch Livemusik, Bar und Tanzfläche boten. 

In der zweiten Ausstellung „free entry +1“ öffneten wir uns auch als Gruppe nach außen, indem wir weitere Künstlerinnen einluden mit uns an im öffentlichen Raum auszustellen. Dabei stand es allen Teilnehmerinnen frei sich einen Ort innerhalb Kassels auszusuchen an dem sie ausstellen wollen.

Die einzelnen Arbeiten im Ausstellungskontext vernetzt luden zum Stadtspaziergang ein und führten dabei die Besucher*innen weitflächig durch verschiedene Stadtteile Kassels.

Zusätzlich zu dem kostenlosem Karten und Infomaterial das an jedem Standort zu Verfügung stand boten wir zusätzlich geführte Fahrradtouren  in Kleingruppen an.

Des Weiteren suchten einige der teilnehmenden Künstler*innen anwesend an ihren Standorten aktiv das Gespräch mit der Stadtöffentlichkeit.

 Neben den konkreten Projekten erforschen wir in unseren regelmäßigen Treffen Methoden des kollektiven Arbeitens. Es ist uns wichtig Strukturen aufzubauen, in denen keine steilen Hierarchien entstehen und durch die sich jedes Mitglied frei von Leistungsdruck einbringen und entfalten kann.