free entry

14.01.2020 - 16.01.2020

Gruppenausstellung im Nachtclub ,,Unten''

Ihr Lieben,

Der free entry kommt ins im Unten. Das heißt, dass ihr ins Unten kommt. Alle. Wann hat es das das letzte mal gegeben? Dass alle reinkommen? Und das wo im Club doch eigentlich die Freiheit herrscht.

Ein Ort an dem die Dinge einen Platz finden die sonst keinen haben. Hier darfst du exzessiv, ausgelassen und hedonistisch sein und feiern des Feierns wegen. Du musst dich hier nicht verstecken darfst dich aber in der Masse auflösen wenn du willst. Aber nur wenn du auch reinkommst.

Denn so frei und offen dieser Raum auch wirken mag, er ist ein safe space und ein safe space braucht eben seine Grenzen und Regeln. Ihr wisst schon. Kein Sexismus, kein Rassimus, keine Homophobie und erst recht keine Fotos machen. Hier wird vieles akkzeptiert aber du musst die Akkzeptanz akzeptieren oder draußen bleiben. Vielleicht passt aber auch einfach dein Outfit nicht oder du hast kein Geld für den Eintritt oder der Türsteher mag dich einfach nicht. Too bad for you aber zu jeder Gemeinschaft gehören eben auch Menschen die nicht dazugehören. Versuch’s nächste Woche nochmal.

Aber nicht dieses Mal. Dieses Mal ist free entry. Wir machen die Grenze so richtig durchlässig in der Hoffnung, dass man sie so neu erkennen kann. Wir suchen nach einer anderen Wahrnehmung aber nicht durch Drogen.

Was ist Drinnen anders als Draußen ? Was nimmt du mit rein und Was gibst du an der Garderobe ab ? Steht der Clubraum nicht in ständiger Wechselwirkung mit der Außenwelt? Sind Die Regeln die hier gelten nicht die die draußen vermisst werden ? Bestärkt sich dadurch eine gelebte Utopie auf der Tanzfläche ? Oder werden all die bespielten, ehemaligen Fabriken und Keller zu Abstellorten, an dem das verdrängt werden kann was in der Gesellschaft nicht sein darf ? Ist der Club somit ein affirmatives Ventil oder doch ein subversiver gesellschaftlicher Gegenentwurf ?

Du musst darauf keine Antwort wissen um rein zu kommen. Dieses Mal kommt ihr alle rein. Es gibt immer noch Sound, Bar und Menschen doch wir haben auch noch das Licht angemacht um Dinge neu zu beleuchten denn es werden hier bei weitem mehr Linien gezogen als nur die auf dem Klo.

Arbeiten